Backpacking Kuba – So klappt deine Reise ins Paradies

Vom großen Massentourismus (bisher) verschont geblieben, weltbekannt für ihre ausgezeichneten Zigarren, den unglaublich vielen Rumsorten und das erfrischend leichte, paradiesische Leben. Kuba!

Ich bin mit einem Freund für 3 Wochen durch das Land gereist und möchte euch ein paar Tipps zur Vorbereitung für eure eigene Backpacking-Tour ins Paradies mitgeben.

Die Einreise

Kubas Hauptstadt Havana

Reisepass

Um nach Kuba einzureisen braucht ihr einen Reisepass der mindestens noch 6 Monate gültig ist.

Touristenkarte

Zusätzlich zu deinem Reisepass benötigt ihr ein Visum, die sogenannte Touristenkarte. Diese Karte müsst ihr vor Einreise in Deutschland erwerben und bei Ein- und Ausreise (nicht verlieren!!) vorzeigen.

In Deutschland könnt ihr sie bei der kubanischen Botschaft, in Reisebüros, bei Reiseveranstalter sowie bei einigen Fluggesellschaften am Flughafen erhalten. Mit der Touristenkarte dürft ihr für 30 Tag auf Kuba bleiben. Falls ihr spontan länger bleiben möchtet, kann die Karte vor Ort einmalig gegen eine kleine Gebühr für weitere 30 Tage verlängern.

Krankenversicherung

Für die Einreise ist zudem ein Nachweis einer Auslandskrankenversicherung nötig. Bitte überprüft, ob eure Versicherung auch Kuba abdeckt. Der Nachweis wird dort stichprobenartig kontrolliert und sollte zudem auf spanisch sein, da man nie sicher sein kann, ob das Gegenüber Englisch spricht 😉

Falls ihr keine Auslandsversicherung bei der Einreise vorweisen könnt, werdet ihr gezwungen euch vor Ort für 2-3 CUC (die Währung dort) pro Tag zu versichern.

Kuba Meer

Impfungen

Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise findet ihr unter der Seite des Auswärtigen Amtes

Ich habe mich im Vorfeld neben den Standardimpfungen auch gegen Typhus impfen lassen. Gegen Tollwut habe ich mich aus Kostengründen nicht geimpft und habe mich dort gegenüber Tieren einfach vorsichtiger verhalten.

Flüge

Condor und Air Berlin fliegen direkt nach Kuba. Am besten ihr überprüft über die üblichen Vergleichsportale wie SkyscannerMomondo oder Google-Flights die Preise und Flugzeiten. Wir sind damals aus München mit Condor direkt nach Varadero geflogen.

Sprache

In Kuba spricht die Mehrheit der Bevölkerung ausschließlich Spanisch.

Wir sind ohne ein Wort spanisch zu können nach Kuba und sind auch gut durchgekommen. Jedoch ist es deutlich einfacher mit Spanischkenntnissen zu reisen. Außerdem sind wir kaum mit Einheimischen ins Gespräch gekommen, weil so gut wie niemand englisch konnte.

Deshalb meine Empfehlung: Mindestens eine Person sollte spanisch können 😉

Reiseführer

Sehr zu empfehlen ist der Reiseführer von Stefan Loose.

Wie komme ich von A nach B?

In Kuba gibt es verschiedenste Möglichkeiten von A nach B zukommen. Die üblichen Fortbewegungsmittel sind folgende drei:

Vergleichbar mit den Greyhound Bussen der USA existiert in Kuba ein ausgebautes Fernbusnetz für Touristen, den sogenannten Viazul Bussen. Diese fahren in so gut wie jeder größeren Stadt ab und sind sogar relativ modern und pünktlich. Auf den hochfrequentierten Verbindungen fahren die Busse mehrmals täglich.

Busnetz – Viazul

Wenn man mit dem Viazul reisen möchte muss man zum speziellen Viazul-Busbahnhof und ein Ticket kaufen. In der Hauptsaison kann es sein, dass man einen oder sogar zwei Tage früher reservieren muss. Wir haben einmal den Fehler gemacht zu spät uns um ein Ticket zu kümmern und musst deshalb ein Taxi Collectivo nehmen. Die Ticketpreise der Busse variieren je nach Strecke.

Taxi collectivo

Taxi Collectivo Kuba

Wer etwas schneller reisen möchte, der kann auch auf die sehr beliebten Sammeltaxis, die taxi collectivos, zurückgreifen. Mit dem Taxi ist mein meist ein bisschen schneller als mit dem Bus und wird direkt von Unterkunft zu Unterkunft gefahren.

Collectivos können ganz einfach bei eurer Unterkunft bestellt werden. Meistens kennen sich die Kubaner und haben schon ihre Leute in der Hinterhand 😉 Ansonsten wird man eigentlich in den Touristenstädten an jeder Ecke gefragt, ob man ein collectivo möchte.

Collectivos sind meist etwas (~ 5CUC) teurer als ein Viazul-Ticket, aber waren unsere bevorzugte Art des Reisens, da wir meist keinen Platz mehr in den Bussen bekamen.

Mietwagen

Wie in jedem Land der Welt kann man auch Kuba in einem Mietwagen erkunden.

Da wir keinen Mietwagen hatten und auch niemanden damit getroffen haben, kann ich leider dazu keine qualifizierte Auskunft geben.

Schlafen

Hostels

In Kuba gibt es bisher sehr wenige Hostels, zu weilen nur in Havanna. Leider war das Hotel in dem wir für drei Tage übernachtet haben sehr heruntergekommen. Unser Hostel hieß Cuba Backpackers und kann defintiv nicht weiterempfohlen werden.  Als WG-Bewohner bin ich Schmutz bis zu einem gewissen Maß gewöhnt, aber das Hostel hat wirklich dem Fass den Boden ausgeschlagen 😃

Die Deshalb empfehle ich euch von ganzem Herzen die familiären Casa particulares, obwohl man dort im Durchschnitt weniger Leute trifft.

Casa Particulares

Es gibt keine bessere Möglichkeit das „wahre“ Kuba einzulernen, als in Privatunterkünften, den sog. Casa Particulares, zu wohnen. Meist handelt es sich um ein Zimmer mit eigenem Bad im Haus einer Familie. Sauberkeit war bei uns immer garantiert und das angebotene Frühstück oder Abendessen war exzellent und reichlich.

Die erste Unterkunft haben wir über AirBnB gebucht. Ist man dann Vorort, spricht man einfach mit den Casa-Besitzern. Meist besitzen die Inhaber ein Netzwerk an Bekannten in der nächsten Stadt, an die man direkt weitervermittelt wird. Wir hatten unsere ganze Reise hinweg keine Probleme und wurden von einem Casa zum Nächsten weitergeleitet.

Essen

Einkaufen

Auf Kuba gibt es keine Supermärkte, wie wir sie aus Deutschland gewohnt sind. Meist hat ein Laden am Straßenrand alles.

Mein Tipp: In jeden noch so kleinen Laden reinschauen und wenn ihr Wasser findet, lieber eine Flasche zu viel als zu wenig kaufen 😉

Restaurants

Kuba ist wahrlich kein Feinschmeckerland. Kulinarische Leckerbissen sollte man hier nicht erwarten. Meist gibt es Reis mit Bohnen mit einem großem Stück Fleisch (meist Schwein oder Lamm). Simpel, aber gut.

Zum Frühstück gibt es massig Früchte und Fruchtshakes, Rührei und Kaffee. Ab und zu etwas Brot und Marmelade. Minimalistisch, aber definitiv gesund.

Geld

In Kuba existieren zwei verschieden Währungen. Zum einen der kubanischen Peso (CUP) also auch der Peso Convertible (CUC), der im Ausland wertlos ist.

Also Reisender zahlst du in Kuba mit dem an den Dollar gebunden CUC. Grundsätzlich kannst du deine Euros am Flughafen in CUC umtauschen. Außerdem gibt es in jeder großen Stadt Bankautomaten, an denen man mit seiner Kreditkarte (Achtung: nur VISA, keine MasterCard) Geld abheben kann.

Kuba gilt als sicheres Land, deshalb kannst du selbst entscheiden wie viel Geld du am Körper hast und wie viel du in deiner Casa lässt. Hier ist auf unsere Reise nie etwas weggekommen.

Internet

Mobiles Internet ist auf Kuba nicht vorhanden. Einzig große Hotels bieten kostenlos W-Lan an, unter der Voraussetzung man ist Gast 😉

Jedoch: in jeder Stadt gibt es mindestens einen großen Platz, an dem man W-Lan empfangen kann. Dazu muss eine Internetkarte beim lokalen Internetanbieter ETECSA kaufen. Da die Karten limitiert sind, bilden sich lange Schlangen vor den Verkaufsstellen.

Deshalb mein Tipp: Es werden meistens auf den Plätzen illegal Zugangskarten für ein paar CUC mehr weiterverkauft. Nehmt es in Kauf und spar kostbare Zeit zum Entspannen und zum Cuba Libré trinken 😉

Sicherheit

Kuba gilt als eines der sichersten Länder der Welt. Auf unserer Reise gab es nicht einen einzigen Vorfall oder Moment, an welchem wir uns unsicher gefühlt haben. Auch die alleinreisenden Mädels, die wir getroffen haben, berichteten von keinen Vorkommnissen oder Problemen.

Rum

Ah, endlich: mein absolutes Lieblingsthema als Rumliebhaber 😊

Kuba besitzt gefühlt unendlich viele verschiedene Rumsorten. Meist ist Rum auch günstiger und besser zu bekommen als Wasser (sehr sympathisch!).

Die bekannteste und auch von den Kubanern als bester Rum betitelte Rumsorte, ist der Havanna Club. Angefangen bei dem auch in Deutschland verbreiteten drei jährigen Havanna Club, findest du auf Kuba unter anderen den 5-jährigen, 7-jährigen, bis hin zum 100-jährigen.

Zu einem authentischen Kubaerlebnis gehört auf jeden Fall der Rum dazu. Die Preise sind verglichen mit Deutschland auch sehr günstig. Anstatt 12€ in der Heimat, kostet der 3-jäghrige Havanna in der 0,7L Flasche auf Kuba nur 4-5€. Ein wahres Schnäppchen!

Meine Favoriten: Havanna Club “especial” und/oder der “Santiago de Cuba”-Rum.

Zigarren

Kaba Zigarren

Kuba ohne Zigarren ist nicht vorstellbar. Die Insel ist Heimat der teuersten und besten Zigarrenmarken der Welt.

Als Nichtraucher waren Zigarren jedoch nicht meine höchste Priorität, aber trotz allem gehört für mich eine Zigarre zum authentische Kubaerlebnis dazu. Die exklusiven Glimmstängel könnt ihr an jeder Straßenecke kaufen. In wie weit das legal ist, sei jedoch mal dahingestellt 😉 Wir sind in Havanna in einen offiziellen Zigarrenladen und haben uns dort eine Cohiba für ungefähr 9€ gekauft.

Zu den besten und bekanntesten Sorten gehören:

Cohiba
Montecristo
Romeo y Julieta

Strom

Kuba wird mit 110 Volt versorgt. In Deutschland haben wir 240 Volt, deshalb benötigst du einen Adapter.

Strände

Kuba Sandstrand

Wo bist du, wenn du dir den Strand mit Flamingos oder mit Iguana teilst? Richtig, auf Kuba 😉 

Kuba hat unendlich viele Strände. Angefangen bei unbekannten, paradiesischen Stränden im Norden von Vinales oder südlich von Trinidad, bis hin zu den touristisch aufgemotzten Stränden in Varadero oder Cayo Coco. Auf Kuba ist für jeden etwas dabei.

Meine Favoriten:

Cayo Coco: wenn ihr Glück habt, seht ihr hier riesige Flamingokolonien.

Cayo Iguana: eine kleine Insel die nur mit dem Katamaran zu erreichen ist. Hier könnt ihr mit Iguanas in der Sonne braten.

Varadero: bei vielen verpönt als Strand für den Massentourismus, aber ganz ehrlich: ich fand ihn geil!

Ausreise

Touristenkarte

Bei der Ausreise müsst ihr den zweiten Teil eurer Touristenkarte vorzeigen und abgeben. Deshalb nochmals: Nicht verlieren! 😉

Ausführverbot von Geld

Euer kubanisches Geld, egal ob CUP oder CUC, darf nicht ausgeführt werden. Wir wurden zwar nicht kontrolliert, aber hier würde ich lieber auf Nummer sicher gehen und das Geld am Flughafen zurückwechseln.

Zoll nach Deutschland

Auszug aus dem Paragraphen:

„Es dürfen bis zu zwanzig lose Zigarren ausgeführt werden, ohne Nachweise über Herkunft und Kauf vorlegen zu müssen. Bis zu fünfzig Zigarren können unter der Bedingung ausgeführt werden, dass sie sich in verschlossenen, versiegelten und mit offiziellem Hologramm versehenen Originalverpackungen befinden. Mehr als fünfzig Zigarren können nur unter Vorlage einer Originalrechnung, die von den offiziell dazu genehmigten staatlichen Geschäften ausgestellt werden muss, ausgeführt werden. In dieser Rechnung muss die gesamte Tabakmenge erfasst sein, deren Ausfuhr beabsichtigt ist. Es ist auch in diesen Fällen unabdingbar, dass die Zigarren sich in verschlossenen, versiegelten und mit offiziellem Hologramm versehenen Originalverpackungen befinden.“ 

Rum darf in Deutschland nur 1 Liter eingeführt werde. Deshalb überlegt euch gut, welchen ihr mitnehmt 😉

Hilfreiche Links zu anderen Blogs

Weitere Meinungen sind doch immer hilfreich 😉

Props gehen raus an folgende Blogs, die mir vor meiner Reise sehr geholfen:

Tavelicia 

Wolkenweit

aworldkaleidoscope

So meine Freunde, jetzt seid ihr bestens gerüstet für eure Reise nach Kuba. Ich hoffe ich konnte euch weiterhelfen. 

Jetzt liegt es an euch: stell mir eure Fragen bei Bedarf in den Kommentaren. Ansonsten wünsche ich euch eine gute Reise und holt euch keinen Sonnenbrand 😉


Cheers, Max

2 Kommentare bei „Backpacking Kuba – So klappt deine Reise ins Paradies“

  1. Hey Max,
    danke für die Verlinkung! Sehr schöne Bilder und gut zu lesen, dass Kuba immer noch kein Massentourismus Ziel ist. Cayo Iguana merke ich mir für’s nächste mal! 🙂
    VG, Steffi

    1. Maximilian Repple sagt: Antworten

      Hey Steffi,
      vielen Dank für dein Lob 🙂 Schön zu hören, dass sogar ich dir noch einen Tipp geben konnte!
      Großartige Arbeit mit deinem Blog übrigens! 🙂

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